Stellungnahme der CSU Wolfratshausen zur Pressekonferenz des Landrats Josef Niedermaier in Sache Klinikum Wolfratshausen

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Wolfratshausen, 7. Mai 2021 – Nunmehr hat endlich Landrat Niedermaier zur Auflösung der Kreisklinik Stellung genommen. Leider erweisen sich diese Äußerungen als Werfen mit Nebelkerzen: Die Umwandlung der Kreisklinik in ein Gesundheitszentrum ist und bleibt eine Auflösung, mag man es nennen, wie man will. Der Landrat bleibt bei seinen Plänen.

Nachweis gewünscht?

Herr Landrat Niedermaier ist nicht von seiner Haltung abgewichen, eine Ausschreibung durchzuführen. Wann mache ich eine Ausschreibung: Wenn ich etwas zu einem möglichst hohen Preis verkaufen will! Anschließend bin ich an das höchste Gebot gebunden – mit Verhandeln ist da nichts mehr. Ansonsten brauche ich keine „Ausschreibung“.

Was mache ich aber, wenn ich – wie er jetzt sagt – einen Kooperationspartner suche? Ich überlege mir sehr genau, wie und in welchen Bereichen ich zusammenarbeiten will, suche dann verschiedene Partner, mit denen ich das bespreche. Zum Beispiel meine Mindestbedingungen: So müssen vollwertige Abteilungen für Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin, eine ständig besetzte Notaufnahme sowie die Geburtshilfe am Standort Wolfratshausen weiter betrieben werden. Nach den Verhandlungen schließe ich den entsprechenden Vertrag. Nichts mit Ausschreibung; verhandeln muss die Devise sein.

Die Geburtshilfestation in Wolfratshausen ist die geeignete Blaupause dafür!

Ich halte fest: Auch nach der Pressekonferenz des Landrats ist Widerstand gegen seine Pläne dringend nötig. Ich fordere eine offene und vor allem ehrliche Diskussion. Die beschriebenen Horrorszenarien sind tatsächlich solche: Aber sie stammen aus dem Gutachten – das still und leise nicht öffentlich erstellt wurde -, nicht von denen, die sich dagegen aussprechen.

Claudia Drexl-Weile
CSU – Ortsvorsitzende Wolfratshausen