Gegen die liberale Wirtschaftsordnung

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Die Protagonisten der deutschen Klimabewegung haben zum finalen Kampf gegen die liberale Wirtschaftsordnung aufgerufen.

Gestik und Habitus wecken dabei Erinnerungen an den Stil der Demagogen des letzten Jahrhunderts: Der nahende Untergang der Zivilisation wird heraufbeschworen, das eigene Wirken als Aufopferung für ein höheres Ziel der Menschheit verkauft. Alles natürlich in rein überparteilichem Interesse. Was nicht fehlt im bunten Potpourri der persönlichen Eitelkeiten ist ein erhabenes Gefühl des Auserwähltseins. Das äußert sich vor allem im beständigen süffisanten Belächeln von Argumenten Andersdenkender und Älterer, denen die Zukunft des Planeten ohnehin egal sein muss: Die haben nämlich alle keine Kinder und Enkel.

Verwunderlich ist dieser Habitus deshalb nicht, weil der verführten Generation von ehemaligen Schulschwänzern mindestens drei Voraussetzungen für eine rationale Politik des Ausgleichs fehlen: Historisches Bewusstsein, ausreichende Beschäftigung mit der Vergangenheit und das Wissen um banale ökonomische, soziale und internationale Zusammenhänge. Die Versuchungen der Ökodiktatur treffen hier auf einen gefährlichen Nährboden von politischer Naivität. Mehr noch: Hinter dem Schleier rot-grüner Klimaverbrüderung wittern die Linken Morgenluft.

Durch die Hintertür einer aufgeheizten Klimahysterie könnte so am Ende einer neo-sozialistischen Brachialherrschaft der Weg geebnet werden, die gesellschaftliche Veränderungen mit Augenmaß per definitionem ablehnt. Das wäre in der Tat ein tragischer Wendepunkt in der Geschichte der Berliner Republik. ‘Merkt Ihr selber, oder?’ – so endet eine Twitter-Meldung von Luisa Neubauer. Ja, Luisa, merken wir selber.

Allen Freunden einer freiheitlichen Vernunftpolitik sei hiermit nahegelegt, mit dem Gang zur Wahlurne genau das zu verhindern.